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Österreich - Kärnten
Ein Reiseland voller Charme und Gemüt
Reisetipps – Reisebericht Österreich – Kärnten
Anfahrt: Wer mit dem Auto von Salzburg südwärts nach Kärnten fährt, sollte sich das Einmalige der Großglockner - Hochalpenstraße nicht entgehen lassen. Wenn diese Straße nicht befahrbar ist, bietet sich der Weg an, den die Eisenbahnfahnehmen: Bei Badgastein kann das Auto zur Fahrt durch den Tauern - Tunnel verladen werden. Spittal an der Drau ist der erste wichtige Ort in Kärnten. Jenseits des Höhenzuges liegt bereits der Millstätter See, und damit ist ein günstiger Stützpunkt für Ausflüge ins Kärntner Seengebiet erreicht.
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Stützpunkt: Wenn man an dem Nordufer des Millstätter Sees entlanggefahren ist - über Seeboden, Millstatt und Dellach -, kommt man in einen kleinen Ort am Ostzipfel, von dem aus der See mit seinen Anhöhen, die Seitentäler und die anderen Seen gut zu erkunden sind: Döbriach. Wer hier eine Pension oder einen Bungalow am See zum Aufenthalt wählt, wird Ruhe und Beschaulichkeit nicht vermissen.
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Vor Sonnenaufgang an der Edelweißhütte auf der Großglockner Hochalpenstrasse
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten:
Blick auf Millstatt und den Millstätter See
Millstatt und die Kärntner Seen - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Kärnten - das ist ein Land wie aus einem Wettbewerb der Götter für das ideale Reiseland hervorgegangen. Vor dem Hintergrund einer grandiosen Gebirgswelt, liebliche Flusstäler, südliche Sonne, klare, in bewaldete Hügel eingebettete Seen, und bei alledem ein uralter Kulturboden mit römischen Stadtanlagen, Resten deutscher Kaiserpfalzen, imposanten Burgen, Kirchen voller wertvollster Kunstschätze. Wer hier seinen Lieblings-Aufenthaltsort sucht, hat die Qual der Wahl. Wie immer, wollen wir auch in diesem Fall die Wahl erleichtern und einen Stützpunkt vorschlagen, bei dem Schönheit des Ortes und ruhige Lage sich noch die Waage halten.
Millstätter See - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Nach kurzer Fahrt von Döbriach erreicht man den zentralen Ort des Millstätter Sees: Millstatt. Weithin sichtbar sind die Zwiebeltürme der Stiftskirche (12. Jahrhundert), die zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken Europas gehört. Bekannt ist das Westportal mit flankierenden Säulen und dem segnenden Christus im Bogenfeld. Reich an symbolhaften Darstellungen sind die Kapitelle im alten romanischen Kreuzgang. Wer während der internationalen Orgelmusikwochen am Millstätter See weilt, wird von der Klangfülle der Orgel in der Stiftskirche beeindruckt sein.
Weißensee - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
350 Meter höher gelegen ist der höchste Badesee der Alpen, der herb, schöne Weißensee (930 m), den man über das Drautal und die Orte Möllbrücke und Greifenburg erreicht. Bei Techendorf überspannt den See eine Brücke, über die man nach Naggl am Südufer gelangen kann.
Ossiacher See - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Durch ein Tal, in dem zwei kleinere Seen liegen, der Brennsee und der Afritzer See, kommt man an den Ossiacher See. Oberhalb dieses Sees liegt der sonnigste Platz Mitteleuropas: die Kanzelhöhe (1500 m); eine Gondelbahn von Annenheim führt hinauf. Hier gewinnt man auch einen interessanten Überblick über die Kärntner Seen, Berge und Städte. Mit Sesselliften kann man noch weiter hinauffahren auf die 1911 Meter hohe Gerlitzenalpe, von der aus man den Großglockner und die Dolomiten, die Steirischen Alpen, Karawanken, die Julischen und die Karnischen Alpen sieht. Ossiach empfängt den Besucher mit dem aus dem 11. Jahrhundert stammenden Benediktinerstift, dessen dreischiffige romanische Pfeilerbasilika innen barock ausgestaltet ist und die einen spätgotischen Flügelaltar hat.
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Ossiach am Ossiacher See vom See aus
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Maria Wörth Halbinsel im Wörther See
Wörther See - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Jenseits eines Höhenrückens liegt parallel zum Ossiacher der Wörther See mit seinen mondänen Orten Pörtschach und Velden und mit der spätgotischen Wallfahrtskirche Maria Wörth auf einer idyllischen Halbinsel. In Velden gibt es ein Schloss, das heute als Hotel dient und noch die Jahreszahl 1603 an seinem Eingangstor trägt. Den Wörther See überblickt man am besten vom Aussichtsturm des Pyramidenkogels am Südufer, und von dort kann man auch den stilleren Keutschacher See besuchen.
Klagenfurt - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Auch die Landeshauptstadt Klagenfurt am Ostende des Sees lohnt einen Besuch. Klagenfurt, heute eine "Gartenstadt am See", war einst eine bedeutende Festung.
Bei dem Ort mit dem vielsagenden Namen Völkermarkt wurde ein großer Stausee angelegt, der sich neben den natürlich entstandenen Kärntner Seen sehen lassen kann. Lohnende Ziele sind auch der Klopeiner, der Faaker und der Pressegger See in den südlichen Tälern.
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Klagenfurt am Wörthersee die Landeshauptstadt Kärntens.
Mit knapp 100.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt Kärntens und sechstgrößte Österreichs.
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Maria Saal Domplatz spätgotisches Gotteshaus 1430-1459 im Bezirk Klagenfurt Land. Ausbau zur Festung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, um die Bauern Kärntens vor Türkeneinfällen zu schützen.
Maria Saal - Seen, Höhen, Seitentäler - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Zum Erlebnis Kärnten gehört aber auch mindestens eine Rundfahrt zu interessanten Kulturstätten. Maria Saal mit dem gotischen Dom, einem berühmten Gnadenbild und der größten Glocke Kärntens, die ausgegrabene römisch-keltische Siedlung Magdalensberg, in der man noch das System der Zentralheizung erkennen kann, die alte Herzogstadt St. Veit an der Glan, die bis ins 16. Jahrhundert Kärntens Hauptstadt war, Hochosterwitz auf einem hohen Felsen, schon 860 erwähnt, eine der mächtigsten Burgen Europas, das mittelalterliche Städtchen Friesach mit seiner gut erhaltenen doppelten Ringmauer, schließlich Gurk mit seinem romanischen Dom (12. Jahrhundert), der ein Dom der Superlative ist: Hundert Säulen tragen die Decke der Krypta, 150 Figuren beleben den barocken Hochaltar.
Wer sich rühmen möchte, Malta gesehen zu haben, ohne das Festland zu verlassen, der fahre vom Millstätter See aus ins Tal von Malta, ins "Tal der stürzenden Wasser". Die Malteiner haben nichts mit dem Malteser Hilfsdienst zu tun, - aber auch sie sind stets hilfreich - als Gastgeber für ihre Feriengäste.
Reisetipps – Reisebericht Österreich Kärnten: Blick vom Pyramidenkofel auf den Ostteil des Wörthersees
Kärnten - die liebliche Verführung - Reisetipps - Reisebericht Österreich - Kärnten
Kärnten ist eine Gefahr für Leib und Seele - der Leib gewöhnt sich allzu leicht an die Wohltat temperierter Seen, aromatischer Waldluft, liebkosender Sonnenstrahlen - die Seele verfällt allzu leicht dem Irrtum, alljährlich einen Anspruch auf wochenlanges Verweilen im Paradies zu haben. Jeder Schritt über die nackten Wurzeln der Waldwege ist eine Ankunft, jedes Bad im klaren Strömen der Seen ein Abschied von der Schwerkraft der Alltagsempfindungen.
Kärnten ist für viele, vielleicht zu viele, der Inbegriff des Urlaubs, so dass sie leicht versäumen, sich auch anderswo in ihrer großen Heimat Europa umzusehen.
Dennoch liegt Stille über Wiese, Schilf und See, und nur wenn die Kufen eines Wasserskifahrers die flimmernden Wellen aufritzen, entsteht für Sekunden Ablenkung.
Fast fühlt man sich verpflichtet, sich selbst Rechenschaft darüber abzulegen, dass man wenigstens das Allerwichtigste der Kunstgeschichte hier im Herzen Österreichs gesehen hat: die Ausgrabungen einer römischen, ehemals keltischen Stadt auf dem Magdalensberg. Tempelfundamente, Warmluttheizungen,Tavernen, Badewannen. Dann die römische Postkutsche an der südlichen Außenwand von Maria Saal - die hundertsäulige Krypta im Dom zu Gurk - die Burganlage von Hochosterwitz.
Stella vista soll der Ursprung dieses Burgnamens sein - und so reckt sich auch der Berg mit Wehrgängen, Zugbrücken, Palas und Kemenaten bis zum nadelspitzen Kirchturm aus den Wiesen und Maisfeldern der Hochebene in die Sterne hinein.
Auch Maria Saal hatte einst eine Zugbrücke, eine Wallfahrtskirche und Kirchenburg, von Wohnbauten schützend eingefasst und von Gräben umgeben, durch Einbau römischer Steine und Reliefs gegen den Ungeist des Heidentums geschützt.
Gurk bedeutet "die Gurgelnde". Wer die Täler der Gurk oder der Glan durchwandert oder langsam durchfährt, legt den Irrtum ab, dass Kärnten nur den Seen seinen Ruhm verdanke. Man lasse das Wasser aller dieser Seen für immer von den Turbinen der Kraftwerke verschlingen - wenn das möglich ist - und die Leute werden Kärnten weiter lieben: seine Wälder und Wasserfälle, seine Wiesen und seine einladenden Dorfplätze.
Die gefährliche Verlockung wird spätestens beim Abschied offenbar: wenn der Blick von einer erhöhten Uferstraße auf rote Boote fällt, die im Glitzern des Sees eine Ewigkeit zu verweilen scheinen, wenn ein Wegschild an Waldwanderungen erinnert und ein Zwiebelturm an die Kühle der Kreuzgänge. Selbst die Sonne vermag sich dieser süßen Lockung nur selten zu entziehen - und die Gewitterregen, wenn sie den Weg erst einmal gefunden haben, können mit einer Vehemenz verweilen, als wüssten auch sie keinen besseren Platz, um sich innerer Spannungen zu entledigen.
Bilder www.pixelio.de
"Vor Sonnenaufgang" Werner Neunherz
Blick auf Millstatt/See Mosgnauk
Ossiach, vom See aus fotografiert Thommy Weiss
Maria Wörth Erich Westendarp
Klagenfurt Mariocopa
Maria Saal Mariocopa
Ostteil des Wörthersees Erich Westendarp
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